Die Dortmunder Inszenierung von Jesus Christ Superstar und ich... eine Verkettung von (un)glücklichen Umständen. Erst musste ich die Matinee sausen lassen, dann habe ich kein Ticket mehr für die öffentliche Probe bekommen und unser Premierenbesuch fiel dem Bahnstreik sowie der nicht funktionierenden Express-Lieferung der Post zum Opfer. Und bei der ersten Vorstellung, bei der alles gut zu sein schien, mussten gleich drei Hauptdarsteller passen, auf die ich mich gefreut habe. Statt Alexander Klaws stand Mark Seibert auf der Bühne, statt David Jakobs Sven Fliege und statt Hannes Brock Dirk Weiler.
Es hätte wahrlich schlimmer kommen können. Dass ich Mark in Bonn verpasst habe, hat mich sowieso geärgert, so gesehen habe ich mich über diese unverhoffte zweite Chance eher gefreut. Das gilt auch für Dirk Weiler. Ein bisschen mehr enttäuscht hat mich, dass ich David nicht sehen konnte, weil ich ihn in "The full monty" unfassbar toll fand und ihn mir als Judas perfekt vorstellen konnte. Aber die Chance wird kommen, denn die nächsten Tickets liegen bereits hier. Was jetzt Svens Performance kein bisschen schmälern soll.
Im Gegensatz zu den Inszenierungen die ich bisher gesehen habe, ist diese eher modern angelegt und ich kann sagen, dass ich das sehr gern mochte. Einfach weil der Stoff auch in die heutige Zeit passt. Maria Magdalena in Hot Pants und bauchfrei? Why not? Patricia Meeden hätte wahrscheinlich auch einen Kartoffelsack tragen können und hätte das Publikum trotzdem umgehauen. Diese Stimme ist einfach außergewöhnlich. Schade, dass sie vergleichsweise wenig zu singen hat.
DER Song in diesem Musical ist für mich "Gethsemane". Keine Ahnung, in wie vielen Versionen ich ihn inzwischen gehört habe, aber der Maßstab schlechthin stammt von Patrick Stanke. Dagegen klang Marks Version auf seiner CD immer ein bisschen... darf ich jetzt "weinerlich" sagen? Das klingt so gemein. Und es hat auch überhaupt nichts mit dem zu tun, was er da live abgeliefert hat. Er war großartigst. Nicht nur in dieser Szene, sondern immer. Ich bin sehr gespannt, wie Alex diese Rolle anlegen wird, denn ich bin sicher, dass er es völlig anders machen wird als Mark.
Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich die Chance haben werde, das Stück mit den unterschiedlichsten Darstellern zu sehen. Ich bin auch einfach sehr gern im Dortmunder Theater zu Gast. Das ist einfach ein bisschen wie nach Hause kommen.
Jesus: Mark Seibert
Judas: Sven Fliege
Maria Magdalena: Patricia Meeden
Pontius Pilatus / Hannas: Markus Schneider
Kaiphas: Hans Werner Bramer
Petrus: Fritz Steinbacher
Simon Zelotes: Jens Petter Olsen
Herodes: Dirk Weiler
1.Priester: Hiroyuki Inoue
2. Priester: Ian Sidden
3. Priester: Carl Kaiser
Soulgirls: Catherine Chikosi, Yoko El-Edrisi, Patricia Meeden
...
Sonntag, 26. Oktober 2014
Samstag, 2. August 2014
Rumpelstilzchen im Rausch des Goldes, 1. August 2014, Bühne Park Schönfeld
Rumpelstilzchen: Inga Jamry
Müllers Tochter Marie: Christina van Leyen
Mister Dawson: Claudius Freyer
Frederik Dawson: Benjamin Hauschild
Der Müller: Steffen Laube
Hank, Geldeintreiber: Daniele Nonnis
Müllers Tochter Marie: Christina van Leyen
Mister Dawson: Claudius Freyer
Frederik Dawson: Benjamin Hauschild
Der Müller: Steffen Laube
Hank, Geldeintreiber: Daniele Nonnis
Rumpelstilzchen
Inga Jamry
Müllers Tochter, Marie
Christina van Leyen
Mister Dawson
Claudius Freyer
Frederik Dawson
Benjamin Hauschild
Der Müller
Steffen Laube
Hank; Geldeintreiber
Daniele Nonnis
Dienstag, 29. Juli 2014
Kiss me, Kate, 26. Juli 2014, Bad Hersfelder Festspiele
Foto: Hersfelder Zeitung
Cast:
Fred Graham/Petruchio: Thomas Borchert
Lilli Vanessi/Kate: Katharine Mehrling
Bill Calhoun/Lucentio: Sascha Luder
Lois Lane/Biance: Marie-Anjes Lumpp
Harry Trevor/Baptista: Karl Heinz Herber
Hattie: Gina Marie Hudson
Paul: Eric Lee Johnson
Harrison Howell: Hans-Christian Seeger
1. Mann: Thomas Schumann
2. Mann: Max Gertsch
Gremo: Tom Schimon
Hortensio: Florian Soyka
Ralph: Dominik Büttner
Ensemble: Meimouna Coffi, Alexandra Farkic, Joana Henrique, Erdmunthe Kriener, Nicky Milford, Samantha Turton, Marion Zollinger, Fredrik Anderson, Luke Glacomin, Christian Louis-James Hutter, Stefan Preuth, Frank Wöhrmann
Sonntag, 13. Juli 2014
West Side Story, 12. Juli 2014, Burgplatz Open Air Braunschweig
And Action.
THE JETS:
Tony: Arthur Shen
Riff: Christof Maria Kaiser
Action: Markus Schneider
A-rab: Sascha Stead
Baby John: Campell Watt
Snowboy: Julian Culemann
Diesel: Kristian Lucas
Graziella: Ursula A. Baumgartner
Velma: Milda Tubeleyte
Minnie: Christina Miller
Pauline: Lisa Greiner
Anybodys: Peggy Pollow
THE SHARKS:
Bernardo: Adrian Becker
Maria: Moran Abouloff
Anita: Sigalit Feig
Chino: Philipp Georgopoulus
Pepe: David Eisinger
Luis: Manuel Dengler
Juano: Juriaan Bles
Rosalia: Tertia Botha
Consuelo: Tina Ajala
Francisca: Nina Bauus
Margarita: Nadine Aßmann
Juanita: Tabea Grün
DIE ERWACHSENEN:
Krupke: Claus Theo Gärtner
Doc: Stefan Ostertag
Singin' in the rain, 31. Mai 2014, Theater Nordhausen
Don Lockwood: Gaines Hall
Lina Lamont: Katharina Boschmann
Cosmo Brown: Andreas Langsch
Kathy Selden: Femke Soetenga
Tenor: Marvin Scott
R. F. Simpson: Thomas Kohl
Roscoe Dexter/Sprecherzieher/Mann im Tonfilm: Matthias Mitteldorf
Dora Bailey/Miss Dinsmore: Uta Haase
Sid Phillips/Tontechniker/Schurke im Tonfilm: Michael Beck
Zelda Zanders/Hofdame: Katharina Blum
Regiearbeiter/Arbeiter/Partygast: David Roßteutscher
Regiearbeiter/Arbeiter/Regieassistent: David Johnson
Regieassistent: Auke Swen
Rod: Jens Bauer
Mädchen/Maskenbildnerin: Soo Kyung Lee
Sam/Butler: Dimitar Radev
Gardobieren: Susanne Stephan, Anna Baranskowa
Olga Mara: Monica Becar
Der junge Don: Hugo Zeplichal
Der junge Cosmo: Fabius Tietje
Lina Lamont: Katharina Boschmann
Cosmo Brown: Andreas Langsch
Kathy Selden: Femke Soetenga
Tenor: Marvin Scott
R. F. Simpson: Thomas Kohl
Roscoe Dexter/Sprecherzieher/Mann im Tonfilm: Matthias Mitteldorf
Dora Bailey/Miss Dinsmore: Uta Haase
Sid Phillips/Tontechniker/Schurke im Tonfilm: Michael Beck
Zelda Zanders/Hofdame: Katharina Blum
Regiearbeiter/Arbeiter/Partygast: David Roßteutscher
Regiearbeiter/Arbeiter/Regieassistent: David Johnson
Regieassistent: Auke Swen
Rod: Jens Bauer
Mädchen/Maskenbildnerin: Soo Kyung Lee
Sam/Butler: Dimitar Radev
Gardobieren: Susanne Stephan, Anna Baranskowa
Olga Mara: Monica Becar
Der junge Don: Hugo Zeplichal
Der junge Cosmo: Fabius Tietje
Kiss me, Kate, 17. Juni 2014 (Vorpremiere), Bad Hersfelder Festspiele
Jaaaa... ähm... das ist schon ein bisschen her und ich hab bisher nichts dazu gebloggt. Asche auf mein Haupt und so. Ich bin aber hoffentlich entschuldigt, weil: Laptop kaputt und bloggen via Handy kein Spaß ist.
Ich hab aber in zwei Wochen nochmal ein Heimspiel und dann... versprochen.
Bis dahin erstmal die Cast mit einem ziemlich großartigen Thomas Borchert und einer noch großartigeren Katharine Mehrling.
Fred Graham/Petruchio: Thomas Borchert
Lilli Vanessi/Kate:Katharine Mehrling
Bill Calhoun/Lucentio: Sascha Luder
Lois Lane/Biance: Marie-Anjes Lumpp
Harry Trevor/Baptista: Karl Heinz Herber
Hattie: Gina Marie Hudson
Paul: Eric Lee Johnson
Harrison Howell: Hans-Christian Seeger
1. Mann: Thomas Schumann
2. Mann: Max Gertsch
Gremo: Tom Schimon
Hortensio: Florian Soyka
Ralph: Dominik Büttner
Ensemble:
Meimouna Coffi
Alexandra Farkic
Joana Henrique
Erdmunthe Kriener
Nicky Milford
Samantha Turton
Marion Zollinger
Fredrik Anderson
Luke Glacomin
Christian Louis-James Hutter
Stefan Preuth
Frank Wöhrmann
Ich hab aber in zwei Wochen nochmal ein Heimspiel und dann... versprochen.
Bis dahin erstmal die Cast mit einem ziemlich großartigen Thomas Borchert und einer noch großartigeren Katharine Mehrling.
Fred Graham/Petruchio: Thomas Borchert
Lilli Vanessi/Kate:Katharine Mehrling
Bill Calhoun/Lucentio: Sascha Luder
Lois Lane/Biance: Marie-Anjes Lumpp
Harry Trevor/Baptista: Karl Heinz Herber
Hattie: Gina Marie Hudson
Paul: Eric Lee Johnson
Harrison Howell: Hans-Christian Seeger
1. Mann: Thomas Schumann
2. Mann: Max Gertsch
Gremo: Tom Schimon
Hortensio: Florian Soyka
Ralph: Dominik Büttner
Ensemble:
Meimouna Coffi
Alexandra Farkic
Joana Henrique
Erdmunthe Kriener
Nicky Milford
Samantha Turton
Marion Zollinger
Fredrik Anderson
Luke Glacomin
Christian Louis-James Hutter
Stefan Preuth
Frank Wöhrmann
Montag, 24. Februar 2014
RENT, 22. Februar 2014, Grünspan Hamburg
Ich überlege gerade, was ich zu einem Musical sagen soll, dessen Kernaussage bis in alle Ewigkeit auf mein Handgelenk tätowiert ist. Erwartet da irgendwer Objektivität? Hoffentlich nicht! Man lässt sich sowas ja nicht aus einer Laune heraus stechen. RENT ist einfach meins.
Dazu kommt, dass das Grünspan einfach einer der großartigsten Locations ist, die Deutschland zu bieten hat. Dieser abgefuckte Charme, die abgewetzten Ledersofas, die Backsteinwände, der bröckelnde Putz, der vermeintlich verblichene Glanz früherer Zeiten... Ich weiß, dass all das kein Zufall ist, aber ich fühle mich in Clubs wie diesem sofort zu Hause. Und um ehrlich zu sein, können mir da auch alle Theater dieser Welt gestohlen bleiben.
RENT wollte ich genau HIER sehen und während der Vorstellung Mädchen-Bier trinken.
Bis dato kannte ich RENT nur von den beiden DVDs und auch nur auf englisch. Ich kann jeden Satz mitsprechen, jeden Song mitsingen und ich habe mich beharrlich geweigert, mir die deutsche Übersetzung anzuhören, weil die gegen das Original nur verlieren kann. Ich wusste also nicht, was mich erwartet.
Ich gebe auch gern zu, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mich von den Darstellern der DVDs zu verabschieden und mich auf die einzulassen, die auf der Bühne standen. Vielleicht war das am Ende aber das große Plus dieser Inszenierung: Dass Maureen mit ihren kurzen, blonden Haaren nichts mit Idina Menzel zu tun hatte und Mimi mit den roten Locken kein bisschen an Rosario Dawson erinnerte. Sie waren alle unglaublich gut in ihren Rollen, weil sich niemand an dem orientiert hat, was man kennt, sondern sich die jeweilige Figur zu eigen gemacht haben.
RENT erwischt mich IMMER. Ich liebe die Musik, die Geschichte und jede einzelne Figur. Es endlich live gesehen zu haben, gibt dem allerdings nochmal völlig andere Dimensionen.
tbc.
Dazu kommt, dass das Grünspan einfach einer der großartigsten Locations ist, die Deutschland zu bieten hat. Dieser abgefuckte Charme, die abgewetzten Ledersofas, die Backsteinwände, der bröckelnde Putz, der vermeintlich verblichene Glanz früherer Zeiten... Ich weiß, dass all das kein Zufall ist, aber ich fühle mich in Clubs wie diesem sofort zu Hause. Und um ehrlich zu sein, können mir da auch alle Theater dieser Welt gestohlen bleiben.
RENT wollte ich genau HIER sehen und während der Vorstellung Mädchen-Bier trinken.
Bis dato kannte ich RENT nur von den beiden DVDs und auch nur auf englisch. Ich kann jeden Satz mitsprechen, jeden Song mitsingen und ich habe mich beharrlich geweigert, mir die deutsche Übersetzung anzuhören, weil die gegen das Original nur verlieren kann. Ich wusste also nicht, was mich erwartet.
Ich gebe auch gern zu, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mich von den Darstellern der DVDs zu verabschieden und mich auf die einzulassen, die auf der Bühne standen. Vielleicht war das am Ende aber das große Plus dieser Inszenierung: Dass Maureen mit ihren kurzen, blonden Haaren nichts mit Idina Menzel zu tun hatte und Mimi mit den roten Locken kein bisschen an Rosario Dawson erinnerte. Sie waren alle unglaublich gut in ihren Rollen, weil sich niemand an dem orientiert hat, was man kennt, sondern sich die jeweilige Figur zu eigen gemacht haben.
RENT erwischt mich IMMER. Ich liebe die Musik, die Geschichte und jede einzelne Figur. Es endlich live gesehen zu haben, gibt dem allerdings nochmal völlig andere Dimensionen.
tbc.
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