SO sah das also auf der anderen Seite aus :) Danke für's teilen, Jakub!
Samstag, 17. März 2012
Mittwoch, 7. März 2012
"Company"-Aufführung auf der großen Kinoleinwand
Wie toll ist DAS denn? Auf der UCI-Homepage kann man Folgendes lesen:
Neil Patrick Harris und Jon Cryer in Sondheims 'Company'
Millionen Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt kennen sie als Barney
Stinson, den smarten Womanizer aus „How I Met Your Mother“, und Alan
Harper, Charlie Sheens kleinen Bruder aus „Two and a Half Man“. Nun
beweisen Neil Patrick Harris und Jon Cryer in Stephen Sondheims
„Company“ die ganze Bandbreite ihres Könnens. UCI EVENTS präsentiert das
preisgekrönte Broadway-Musical mit Starbesetzung, aufgenommen 2011 mit
den New York Philharmonikern, an zwei Terminen auf der großen
Kinoleinwand:
Stephen Sondheims „Company“ – Am 11. April um 20 Uhr und 15. April um 17 Uhr
Stephen Sondheims „Company“ – Am 11. April um 20 Uhr und 15. April um 17 Uhr
Ausgezeichnet mit sechs Tony-Awards (u.a. für das Beste Musical, Bestes Drehbuch, Beste Musik), feierte Stephen Sondheims Musical „Company“ seit seiner Premiere im April 1970 seine größten Erfolge am Broadway und im Londoner West End. Nun erobert die Geschichte um Beziehungen und Freundschaften eines Mittdreißigers in einer einzigartigen Produktion mit Starbesetzung auch die große Kinoleinwand. In der Hauptrolle des Robert ist „How I Met Your Mother“-Star Neil Patrick Harris zu sehen, der bereits im Jahr 2000 mit den New York Philharmonikern in Stephen Sondheims „Sweeney Todd“ auf der Bühne stand. Neben ihm brillieren „Two and a half Men“-Star Jon Cryer, Tony Award-Gewinner Craig Bierko, Emmy-Gewinner Stephen Colbert, die Tony-Award-Gewinnerinnen Katie Finneran und Patti Lupone u.v.a.
Aufgeführt mit den New York Philharmonikern erzählt „Company“ vom Leben des Mittdreißigers Robert und seinen Freunden. Robert lebt in New York und ist beziehungsresistenter Single. Zu seinem 35. Geburtstag wollen ihn seine besten Freunde - fünf verheiratete Paare und drei Freundinnen, die sich bislang noch nie begegnet sind - in seinem Appartement mit einer Party überraschen, um ihm alles Gute zu wünschen. Doch was mag das sein? In kurzen Rückblicken erinnern sich seine Freunde an Episoden aus ihrem Leben mit Robert (oder: Bob, Bobby, Robby, Robbo), erzählen von ihren Beziehungen, ihren Problemen, ihrem Leben.
Unter der musikalischen Leitung von Paul Gemignani folgt die Inszenierung von Lonny Price dem Original der ersten Broadway-Produktion von Harold Prince und wirft einen komischen Blick auf die immer wiederkehrenden Probleme und Themen von Menschen in Beziehungen.
Aufgenommen im April 2011 in der Avery Fisher Hall im Lincoln Center / New York, sprüht Sondheims Erfolgsmusical mit all seinen großen Nummern wie „Company“, „Being Alive“ und „Side by Side“ und einem einzigartigen Ensemble vor Euphorie und Lebensfreude.
UCI EVENTS zeigt Neil Patrick Harris in Stephen Sondheims „Company“ in perfekter HD-Qualität und glasklarem Surround Sound mit deutschen Untertiteln in allen UCI KINOWELTen.
Music und Text: Stephen Sondheim
Regie: Lonny Price nach Harold Prince
Musikalische Leitung: Paul Gemignani
Choreographie: Josh Rhodes
Mit Neil Patrick Harris, Jon Cryer, Craig Bierko, Stephen Colbert, Katie Finneran, Christina Hendricks, Aaron Lazar, Patti LuPone, Jill Paice, Martha Plimpton, Anika Noni Rose, Jennifer Laura Thompson, Jim Watson, Chryssie Whitehead
Sicher dir jetzt deine Tickets für ein einzigartiges Musical-Erlebnis mit Starbesetzung! Tickets sind für 15,- € zzgl. Zuschläge an der Kinokasse oder online erhältlich.
Tipp: ADAC-Mitglieder zahlen einen ermäßigten Preis von 13,- € zzgl. Zuschläge.
Mittwoch, 22. Februar 2012
Die Tagebücher von Adam und Eva
Wie viele Lachtränen ich beim Lesen der Buchvorlage (Leseprobe) für dieses Musical vergossen habe, weiß ich beim besten Willen nicht mehr. Keine Frage, Mark Twain war ein sehr, sehr guter Beobachter, denn als Frau fühlt man sich an manchen Stellen doch sehr... ähm... ertappt!
Und darum geht's:
Die spritzige Eva taucht eines Tages im beschaulichen Leben Adams
auf. Sie fängt sofort an, sein Leben zu analysieren, strukturieren und
zu optimieren, was Adam gewaltig auf die Nerven geht. So dauert es eine
Weile und viele Begebenheiten im Garten Eden, bis Adam nicht mehr vor
diesem seltsamen Störenfried Reißaus nimmt und die erste große
Liebesgeschichte des Weltgeschehens stattfinden kann.
Originell und
pointenreich wird enthüllt, was im Garten Eden wirklich geschah … gab
es eine Schlange ... hat Adam noch alle Rippen beisammen ... wer
braucht eigentlich einen Dinosaurier als Haustier und was wurde aus dem
Fisch?
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| Vera Bolten und Alex Melcher |
Mark Twain, Zeit seines Lebens strenger Beobachter und Kritiker der amerikanischen Gesellschaft, schrieb mit »Die Tagebücher von Adam & Eva« eine satirische Auseinandersetzung mit Kirche, Religion und Bibel, vor allem aber auch eine Hommage an die Frau.
Als die beiden Musical erprobten Kreativen Marc Seitz und Kevin
Schroeder das Buch lesen, ist beiden sofort klar, das ist ein Musical.
Sie setzen das Buch und dessen Witz textlich nah ins Zeitgeschehen, ohne
den Garten Eden zu verlassen. Stimmig arrangieren sie die Musik, die
die Komödie jazzig-rhythmisch mit lyrischen Partituren erzählt.
VORSTELLUNGEN IM ADMIRALSPALAST STUDIO BERLIN:
Sa., 3. März 2011 20:00 (Uraufführung)
Mo., 19. März 2011 19:00
Fr., 30. März 2011 20:00
Sa., 31. März 2011 20:00
GASTSPIEL IM KATIELLI THEATER DATTELN:
Do., 5. April 2011
Sa., 7. April 2011
So., 8. April 2011
Sa., 3. März 2011 20:00 (Uraufführung)
Mo., 19. März 2011 19:00
Fr., 30. März 2011 20:00
Sa., 31. März 2011 20:00
GASTSPIEL IM KATIELLI THEATER DATTELN:
Do., 5. April 2011
Sa., 7. April 2011
So., 8. April 2011
Mit Vera Bolten als Eva und Alex Melcher (3.+19.3.) oder Mathias Schlung (30.+31.3.) als Adam.
Regie: Christoph Drewitz
Musikalische Leitung: Nikolai Orloff
Bühne: Michael Korn
Kostüm: Regina Schill
Sound: Simon Böttler
Musikalische Leitung: Nikolai Orloff
Bühne: Michael Korn
Kostüm: Regina Schill
Sound: Simon Böttler
Website: www.adam-eva-musical.de
(Text und Fotos: Facebookseite des Musicals)
Montag, 23. Januar 2012
"Comedian Harmonists", Musiktheater im Revier, 21. Januar 2012
Dass ich für die zweite Vorstellung der "Comedian Harmonists" überhaupt ein Ticket bekommen habe, grenzt an ein Wunder, denn auf der Seite des Theaters prangt hinter jeder Vorstellung ein fettes AUSVERKAUFT.
Und ich weiß, warum.
Die Geschichte der Comedian Harmonists beginnt im Dezember 1927 mit einer Anzeige, in der Harry Frommermann nach Sängern für ein Vokalensemble ähnlich wie "The Revellers" sucht. Er findet als Ersten Robert Biberti, mit Ari Leschnikoff, Erich Collin, Roman Cycowski und Pianist Erwin Bootz sind die Comedian Harmonists schließlich komplett.
Sie proben ein Jahr lang nachts in der Dachkammer von Harry Frommermann, ohne nennenswerte Erfolge verzeichnen zu können. Das ändert sich schlagartig, als die Gruppe ans große Schauspielhaus geholt wird.
Der kometenhafte Aufstieg wird allerdings mit der Machtergreifung Hitlers gestoppt, da die Gruppe zur Hälfte aus jüdisch stämmigen Mitgliedern besteht. Man erteilt ihnen ein Auftrittsverbot, so dass sie gezwungen sind, im Ausland aufzutreten. Letzen Endes führt das zum Bruch, weil die Musiker, die nach Deutschland zurückkehren könnten, nicht weiter im Ausland leben können oder wollen.
Nach ihrem letzten Konzert haben die sechs Musiker sich nie wieder in dieser Konstellation getroffen, obwohl alle den Krieg überlebt haben.
Nach ihrem letzten Konzert haben die sechs Musiker sich nie wieder in dieser Konstellation getroffen, obwohl alle den Krieg überlebt haben.
Das Bühnenbild bestand ausschließlich aus überdimensionalen, antiken Fotorahmen, in dem sich einzelne Szenen abspielten, einem Flügel und einer Plakatwand. Immer wieder mit neuen Plakaten beklebt, war sie die Orientierung, wo man sich zeitlich befand. Zudem wurde hier auch der Wendepunkt der Geschichte überdeutlich, als der SA-Offizier die Konzertankündigung mit einem roten Judenstern beschmiert nämlich.
Die Kostüme passten immer perfekt zur jeweiligen Situation. Die einfachen Hosen, Hemden und Strickjacken, während die Herren in Frommermanns Dachkammer probten, die glamorösen weißen Fracks und Zylinder auf dem Höhepunkt der Karriere und die dezenten Hüte und einfachen Trenchcoats in der Szene, als die Herren sich voneinander verabschieden.
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| Alle Fotos: MiR |
Ziemlich beeindruckt hat mich der Gesang. War ich anfangs nicht sicher, ob Lieder, wie "Mein kleiner grüner Kaktus" und "Veronika, der Lenz ist da" mich abendfüllend begeistern würden, war ziemlich schnell klar, dass sie das sehr wohl können. Denn wer - so wie ich - nur diese beiden Songs im Hinterkopf hat, unterschätzt das Repertoire, den Wortwitz, vor allem aber das gesangliche Können der Gruppe, gewaltig. Und das gilt für die historischen Vorbilder genauso wie für die Protagonisten des Abends.
Jeder einzelne hat mich in seiner Rolle mehr als begeistert. Der immer ein bisschen arrogant wirkende Erwin Bootz (Askan Geisler), der mit der typischen Berliner Schnauze ausgestattete Robert Biberti (Ralf Rhiel), der aufbrausende Harry Frommermann (Michael Dahmen), der Akademiker Erich Collin (Markus Schneider), der lebenslustige Ari Leschnikoff (Mark Weigel) und der melancholische Roman Cycowski (Piotr Prochera).
Nicht zu vergessen natürlich: Lutz Reichert, der die zickige Vermieterin in Kittelschürze, den schlitzohrigem Manager, den Nazi-Schergen, der sich erstmal ein Autogramm sichert und die gefühlten 20 weiteren Rollen zu echten Highlights macht.
"Comedian Harmonists" ist ein eher leises, melancholisches Stück, in dem ich selten laut gelacht, dafür aber immer ein bisschen gelächelt habe. Und diese stille Freude hält bis heute an.
Besetzung:
Ari Leschnikoff - Marc Weigel
Erich Collinn - Markus Schneider
Harry Frommermann - Michael Dahmen
Roman Cycowski - Piotr Prochera
Robert Biberti - Ralf Rhiel
Erwin Bootz - Askan Geisler
Conférencier - Lutz Reichert
Musikalische Leitung / Klavier: Askan Geisler
Inszenierung: Sandra Wissmann
Bühne: Britta Tönne
Kostüme: Andreas Meyer
Choreografie: Kati Farkas
Montag, 16. Januar 2012
"Comedian Harmonists", Musiktheater im Revier
Da sich meine Ausflüge ins Ruhrgebiet in letzter Zeit wieder summieren, sollte ich ernsthaft über eine Zweitwohnung im Pott nachdenken. Wenn ich Fahrkosten und Nerven mal hochrechne, wäre das sicher nicht die schlechteste Idee. Andererseits empfindet man eine Strecke ja nur noch als halb so weit, je öfter man sie fährt. Und bis Dortmund schaffe ich es inzwischen mit verbundenen Augen.
Für meinen nächsten Ausflug werde ich allerdings noch ein paar Kilometer drauf packen müssen, denn es geht nach Gel.... Gelse... also die Stadt, deren Name nicht genannt werden darf (so fern man Fan des BVB ist und das bin ich). Wenn es um Fußball geht, mache ich einen großen Bogen um diese Stadt, fürs Musical, die "Comedian Harmonists", um genau zu sein, muss ich dieses Opfer aber einfach bringen.
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| Foto: Detlefs Notizblog |
Premiere war ausgerechnet am letzten Freitag. Wobei sich mir unweigerlich die Frage stellt, wer sich dieses Datum ausgesucht hat, wenn auch nur ein Hauch dessen wahr ist, was man über den Aberglauben in Theaterkreisen so behauptet.
Aber Datum hin, Aberglaube her, die Premiere war mehr als gelungen, wenn man sich durch die Kritiken der Zeitungen und durch Detlefs Notizblog liest. Und wer so neugierig ist wie ich, dem bietet man via Mediathek des WDR schon mal einen Blick hinter die Kulissen.
Ich bin gespannt, wie man die Geschichte der "Comedian Harmonists" auf der Bühne umgesetzt hat, auf welchem Aspekt der Fokus liegt und ob man mir die Radkappen klaut, weil ich einen BVB-Aufkleber auf der Heckscheibe habe.
Sonntag, 8. Januar 2012
"Ganz oder gar nicht - The full monty", Opernhaus Dortmund, 7. Januar 2012
Grob fahrlässig, mir gegenüber einen Satz wie "Ach, das würde ich mir auch mal ansehen!" fallen zu lassen und damit "Ganz oder gar nicht" zu meinen!
Keine fünf Stunden nachdem sie diesen verhängnisvollen Satz gesagt hatte, saß die unvorsichtige, redselige Freundin nämlich hinter mir in Loge eins des Dortmunder Opernhauses. Weitere drei später grinste sie ziemlich breit und summte "Fühl dich frei, fühl dich, sei mal locker, fühl dich frei!" vor sich hin.
Mission completed.
Der Platz in der Loge bot mir eine komplett andere Sicht als beim letzten Mal in Reihe zwei. Für den Gesamtüberblick war das nicht schlecht, aber beim nächsten Mal darf's dann gern wieder weiter vorn sein. Beim nächsten Mal? Ähm... JA, denn das "NOCHMAL!"-Gefühl ist auch gestern nicht ausgeblieben, weil...
...das Stück ist einfach toll, die Balance zwischen Spaß und Melancholie ist perfekt, wischt man sich in der einen Sekunde noch die Lachtränen aus den Augen, hat man in der nächsten schon einen leichten Kloß im Hals.
...die Cast ist durchweg grandios. David Jakobs als Jerry Lukowski, der den verzweifelten Vater, der das Sorgerecht für seinen Sohn Nathan zu verlieren droht, genauso überzeugend und stimmgewaltig gibt, wie den etwas großmäuligen Macho, der seine Freunde zum Strippen überredet. Patrick Stanke spielt Dave Bukatinsky, den übergewichtigen, zum Hausmann degradierten Stahlarbeiter mit unglaublich viel Spaß an der Rolle. Dirk Weiler ist als seriöser Ex-Abteilungsleiter, der es nicht übers Herz bringt, seiner verwöhnten Frau Vicky (Melanie Wiegmann) seine Arbeitslosigkeit zu beichten, sehr beherrscht und souverän, hat am Ausziehen aber schließlich ähnlich viel Freude, wie Markus Schneider als Elton, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit blank zieht. Nicht zu vergessen: Tim Ludwig als schüchternes Muttersöhnchen Malcolm, der durch seine neuen Freunde auch seinen Lebenswillen wiederfindet sowie Frank Odjidja als leicht hüftsteifer Horse.
Nicht weniger toll: Die Damen. Sabine Ruflair als quirlige Georgie Bukatinsky, Verena Mackenberg als Estelle, Tina Haas als Nathan/Susan und Julia Klotz als Pam Lukowski. Mein persönliches Highlight war aber auch diesmal wieder Johanna Schoppa als Jeanette. Göttlich, wie sie hinter ihrer Orgel herumtobt und die Jungs anfeuert.
...das Bühnenbild ist mit der Fassade des Stahlwerks recht einfach gehalten, bietet durch Treppen und Galerie aber die Möglichkeit, auf zwei Ebenen zu spielen. Die restlichen Kulissen werden bei Bedarf auf Schienen auf die Bühne gefahren: die Herrentoilette, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, ein Cafe...
... die Musik ist abwechslungsreich. Soul, Motown, Rock, Pop. Und wer beim Verlassen des Theaters nicht "Fühl dich frei" vor sich hinsummt, hat irgendwas falsch gemacht.
Blieben bei meinem letzten Besuch noch einige Sessel leer, war das Theater gestern bis auf den letzten Platz besetzt. Offensichtlich hat sich inzwischen rumgesprochen, was man hier geboten bekommt. Und ich kann mich nur wiederholen: Wenn irgendwas das Prädikat "sehenswert" verdient hat, dann sicher "The full monty".
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